De Urnenstroß op jöck

Heute waren wir mit dem ganzen Standort der Urnenstraße beim Hänneschen-Theater.

Wir sind mit der S-Bahn über die Hohenzollernbrücke zum Haupt-bahnhof gefahren. Wir sind am Rhein entlanggelaufen.
Auf dem Weg haben wir uns auch die Deutzer Brücke angeschaut.
Sie ist eine Balkenbrücke – das wissen wir, weil wir gerade im Sachunterricht das Thema Brücken haben.
Auf dem Platz vor dem Theater haben wir gefrühstückt und gespielt. Das Stück hieß Et Jeheimnis öm de Villa Schäl. Die Geschichte ging so: Der Schäl erbt eine Villa und will daraus ein Hotel machen.
Darin wohnen noch der Gärtner, der Butler und das Zimmermädchen. Aber er kann es nícht, weil HEIKAJU in der Villa sein Unwesen treibt. Das ist ein Gespenst mit einem Totenkopf als Gesicht.
Die vier Kinder Hänneschen, Röschen, Köbeschen und Bärbelchen machen sich auf den Weg, diesen Fall zu lösen.
Irgendwann haben sie herausgefunden, dass der Butler Heinrich, das Zimmermädchen Käthe und der Gärtner Jupp den HEIKAJU gespielt haben, weil sie nicht wollten, dass Schäl die Villa abreißt und ein Hotel daraus baut.
Am Ende taucht Tante Ambrosia als Geist auf und sagt zu Schäl: „Versprichst du mir, die Villa nicht abzureißen?“ Da antwortet Schäl: „Ja!“ und machte es wirklich nicht.
Am Ende haben alle Puppen mit uns Zuschauern zusammen ein Lied gesungen. Dann hat uns eine Frau gezeigt, wie das Bühnenbild auf-
gebaut ist und wie es hinter der Britz aussieht. Das ist die schwarze Wand, hinter der die Puppenspieler verschwinden.
Das war ein richtig cooler Ausflug!

Von Rosalie, Hanna und Enni aus der 3d

Hänneschen Theater / Thurner Straße

„Dort war ich am 11.03.2026. Es war wundervoll und spannend und aufregend. Es hieß

 „Et Jeheimnis öm de Villa Schäl“ von Mareike Marx und Scott Cameron. Wir fuhren mit der Bahn. Es ging darum, dass Herr Schäl eine Villa von seiner Tante geerbt hat. Röschen ist ganz aufgeregt, aber Schäl will die Villa abreißen, um ein Hotel zu bauen. Schäl fährt zur Villa. Am nächsten Morgen fährt er aber mit 100 Sachen zurück, weil er sagt er habe einen Geist gesehen! Dem gehen Hänneschen, Bärbelchen, Köbeschen und Röschen auf den Grund. Sie gehen zu einer Hütte in der Nähe der Villa. Sie treffen einen Bauern, der sagt, dass der Geist Haikaju heißt. Als es dunkel wird, treffen sie ihn. Als er weg ist, gehen sie zur Villa. Währenddessen singen in der Villa drei Angestellte „Jespenster“ von Lupo. Als die Kinder in der Villa sind, teilen sie sich auf. Nach einiger Zeit finden Bärbelchen und Röschen Nebelwasser. Hänneschen und Köbeschen finden etwas, was die Stimme gruselig klingen lässt. Am Ende finden sie heraus, dass die drei Angestellten Haikaju sind und Schäl sagt, dass er die Villa stehen lasse. „

Minou, 4b

Das ist das Gespenst Jakaju. Das Gespenst war super cool!
Fabio, 1a

Für mich war das Puppentheater schön. Am besten fand ich den „Schäl“. Schäl“ fand ich sehr lustig und ich fand das Gespenst sehr hässlich, aber auch sehr gut und sehr lustig. Die Villa war sehr schön.
Adam, 1a

Der Ausflug war für mich gut, weil das Theater so gut war.
Paul, 1a

Greta, 1a

Linja, 1a

Besondere Vorleseaktion zweier Patenklassen: Zebras (4d) lesen den Tigern (2d) vor 

Eine besondere Vorleseaktion sorgte kürzlich für eine ganz besondere Atmosphäre an unserer Schule: Die Patenklassen, die Zebras (4d) und die Tiger (2d), trafen sich in der großen Turnhalle zu einer gemütlichen Lesestunde.

Wochen zuvor war die Enttäuschung groß, dass der Vorlesetag an der Urnenstraße aufgrund widriger Umstände ausfallen musste. Besonders viele ältere Kinder waren traurig, da sie sich neben den vielen Erwachsenen als Vorleser:innen angeboten und extra viel geübt hatten. Doch dann hatten sie die rettende Idee: Sie wollten ihren Patenkindern, den Tigern, vorlesen. 

Gedacht, gesagt, getan:

Die Zebras hatten sich wieder toll vorbereitet. Sie suchten die Vorlesebücher aus, übten immer wieder den guten Lesevortrag, suchten nach zusätzlichen Aktionen und Mitbringseln, gestalteten die riesige Turnhalle mit Matratzen, Decken und Trennbänken zu vier wunderbaren Vorleseecken um.  

Endlich war es dann soweit. Jeweils drei ältere Kinder lasen aus einem spannenden Buch etwa acht jüngeren Zuhörer:innen vor. Die Tigerkinder durften es sich mit mitgebrachten Decken, Kissen und Kuscheltieren auf großen Hallenmatratzen bequem machen. Sie konnten entweder still zuhören oder währenddessen malen. Dafür hatten die Zebrakinder teilweise sogar extra passende Malvorlagen vorbereitet.

Wo sonst lautes Toben, Spiele und Sportunterricht den Raum füllen, herrschte diesmal eine ganz besondere Stimmung: Stille, konzentrierte Aufmerksamkeit, gespannte Gesichter und viel Freude am gemeinsamen Erleben der Geschichte.

Manche Tigerkinder erhielten sogar kleine, zum Buch passende Geschenke – zum Beispiel funkelnde Edelsteine –, die die Vorlesestunde noch unvergesslicher machten.

Als Dankeschön bastelten die Tigerkinder für ihre Vorlesepaten liebevoll gestaltete Lesezeichen und Postkarten.

Diese Vorleseaktion zeigte eindrucksvoll, wie schön es ist, wenn ältere und jüngere Kinder Verantwortung füreinander übernehmen, gemeinsam lesen und Zeit miteinander verbringen. Ein gelungenes Beispiel für gelebte Gemeinschaft an unserer Schule!

Die Froschklasse (1b) feiert ihren 100. Schultag

Seit unserer Einschulung zählen wir unsere Schultage. Die Anzahl der Schultage wird immer im Morgenkreis genannt. So behalten wir den Überblick und sehen, wie die Zahl Tag für Tag wächst.

Zum Zählen nutzen wir unsere „Mathe-Geheimschrift“. Für jeden Schultag malen wir einen Punkt an die Tafel. Haben wir 10 Punkte gesammelt, tauschen wir sie gegen einen Strich ein. Dieser Strich steht für eine 10er-Stange. So üben wir das Bündeln von Zehnern.

Am 23. Februar 2026 war es endlich so weit. Wir hatten 10 Zehner-Stangen gesammelt. Diese wandelten wir gemeinsam in eine Hunderter-Platte um. So konnten wir unsere 100 sichtbar machen.

Zusätzlich hat uns unsere Lehrerin mit großen Zahlen-Luftballons in Form einer 100 überrascht. Danach startete unsere „Frosch-Super-Challenge“.

Wir haben:

  • 100 Wörter geschrieben
  • 100 Matheaufgaben gerechnet
  • 100 Herzen angemalt
  • 100 Bilder gemalt

Wir haben dabei als Klasse zusammengearbeitet und alle Aufgaben gemeinsam als Team gemeistert. Darauf sind wir sehr stolz.

Natürlich zählen wir fleißig weiter und sind gespannt, wann wir unseren 200. Schultag erreicht haben.

Jeck im Jubiläumsjahr: die KGS im Dienstagszug (2026)

17.2.2026. Ganz ehrlich, bei dem Wetter muss ein Jeck Karneval schon wirklich mögen, um zum Dellbrücker Dienstagszug zu kommen. Wie die gut 200 großen und kleinen Menschen, die mit Regenschutz und einem Lachen im Gesicht dennoch von der Hagedornstraße aus über den Mauspfad, Auf der Jüchen, Talstraße, Grafenmühlenweg, Von-Quadt- und Marthastraße, Im Fichtenhain, Erna-, Urnen-, Hünen- und Dellbrücker Hauptstraße laufen. Und Kamelle und Strüßjer werfen an die vielen Närrinnen und Narren, die am Straßenrand rufen und schunkeln und sich auch von Wind und Schauern das bunte Karnevalstreiben nicht, doch, das Wortspiel muss sein, verhageln lassen.

          

  Am Dienstag zuvor hatten die Schülerinnen und Schüler der vier vierten Klassen an der Thurner Straße gemeinsam die 800 Kamellebüggel gepackt. Für die meisten ist es ein Höhepunkt ihres Abschlussjahres, wenn sie die Arbeitsstraßen entlanglaufen und die Beutel befüllen dürfen. Oder hinter den Tischen mit Gummibärchen, Brause oder Erdnussflips stehen und abzählen, wie viel sie an ihr jeweiliges Gegenüber abgeben, „zwei-vier-sechs-acht-zehn-zwölf-vierzehn-sechzehn-achtzehn-zwanzig“, murmelt ein Schüler immer und immer wieder vor sich her während er die Gummibärchen abzählt. Zwei Schulstunden lang.  80 bis 100 Teile Wurfmaterial gibt es pro Beutel, wie viele es genau pro Session sind, entscheidet der jeweilige Kamellepreis, fünf Euro kostet die Tüte diesmal.

Am Baggagewagen holen sich Mütter und Väter, Kinder und Großeltern die Beutel während des Zugs ab. Drei Ehemalige helfen als Kamelleläufer aus, halten Jutebeutel auf beim Umfüllen der Tüten, transportieren Nachschub durch die Reihen. Vorbei an den Jecken in den metallicfarbenen Ponchos, die lila, blau, grün oder golden glänzen. Dazu haben sich die Teilnehmenden Zylinder gebastelt, auf denen das Motto der Gruppe abgebildet ist: „Mer fiere 125 Johre Urnenstroß“. Mit einem Bild des denkmalgeschützten Schulgebäudes am Standort Urnenstraße, der 125 und bunten Glitzercocktailschirmchen.

Das Jubiläum wird die KGS am 25. April mit einem Schulfest feiern. Und damit auch ein wenig in die Dellbrücker Geschichte blicken. 1901 war die katholische Volksschule an der Schulstraße 7 eröffnet worden, die heute Urnenstraße heißt. Damals lag sie noch nicht in Köln, sondern im 931 Menschen zählenden sogenannten Wohnplatz, wie die Siedlung damals hieß, und gehörte zur Bürgermeisterei Merheim. Das, was heute Dellbrück ist, entstand erst vier Jahre später, als im Jahre 1905 Dellbrück, Thurn, Strunden und Hagedorn zusammengelegt wurden. Gemeinsam wurden sie als Dorf Dellbrück 1914 zu Köln eingemeindet. Über die Jahre änderte sich die Schulform mehrmals, erst seit 1976 gibt es die heutige KGS mit ihren beiden Schulstandorten und der Verwaltung am Standort Thurner Straße. 125 Jahre Schulgeschichte also, und damit ist die KGS älter als der Dellbrücker Dienstagszug, der seit 1905 geschichtlich verbürgt sei, wie der Festausschuss auf seiner Homepage schreibt.

Aber in die Jahre gekommen? Sind beide nicht. Der Dienstagszug war 1901 seiner Zeit ganz offensichtlich schon voraus. Als Motto habe er „vor allem die schlechten Wegverhältnisse in Dellbrück“ angeprangert, heißt es auf der Homepage weiter. Na, und um die Schlaglöcher, da müssen die Jecken auch im aktuellen Dienstagszug manövrieren. In vielen haben sich Pfützen gebildet, pladdern die Regentropfen ins Nass, als die 39 Gruppen des Dienstagszugs an ihnen vorbeiflanieren. Gruppe 9, die KGS, mit den 200 großen und kleinen Jecken darunter. Von denen sich manche ganz augenscheinlich nicht entscheiden können, ob sie die Leckereien nun wirklich alle ins Publikum werfen oder doch lieber noch etwas selber naschen wollen. Das haben sie sich aber auch verdient, denn wenn sich ein Jeck bei dem Wetter noch in den närrischen Lindwurm stellt, dann hat er auch Kamelle verdient.

Verena Bettels