Die Koalas lesen im Morgencafé der Pfarrgemeinde Sankt Joseph

12.3.2026. Was möchten Seniorinnen und Senioren wohl gerne hören? Welche Geschichten mögen sie? Gedanken, die sich die Kinder der Koala-Klasse 4b in ihrer Schreibzeit im Rahmen des Deutsch-Unterrichts machen, als sie sich darauf vorbereiten, am 12. März eigene Texte im Morgencafé der katholischen Pfarrgemeinde Sankt Joseph vorzulesen.

Im Rahmen ihres Referendariates beschäftigt sich die Autorin dieser Zeilen mit der Bildung für nachhaltige Entwicklung, kurz: BNE. Hinter den drei Buchstaben verbergen sich die 17 Ziele, auf die sich die Vereinten Nationen in ihrer Agenda 2030 geeinigt haben. Sie soll „Menschen zu zukunftsfähigem Denken und Handeln“ befähigen, wie es das Bundesbildungsministerium formuliert (Bildung für nachhaltige Entwicklung – BMBFSFJ), insbesondere auch Kinder sollen verstehen: „Mein Handeln hat Konsequenzen – nicht nur für mich und mein Umfeld, sondern auch für andere. Ich kann dazu beitragen, die Welt ein Stück weit zu verbessern.“ Auch im Bereich „Gesundheit und Wohlergehen“, zu dem die seelische Gesundheit zählt, die zum Beispiel gestärkt wird durch ein intaktes Miteinander. Gemeinsam statt einsam. Denn Einsamkeit, so stellt es das Bundesfamilienministerium im Einsamkeitsbarometer fest (Einsamkeitsbarometer 2024), ist ein wachsendes Problem in Deutschland, insbesondere im Alter. Und dagegen wollen die Koalas anlesen.

Die 19 Gäste des Morgencafés, es sind fast ausschließlich Seniorinnen und Senioren, hören, wie „Die Superomi“ in der Geschichte von Polly und Lotta ihrer Enkelin köstliche Kuchen backt, wie Kathrins „Zauberoma“ ihre Enkelin das Zaubern lehrt. Sophie liest im Pfarrheim an der Dellbrücker Hauptstraße vom „Wunder des Lebkuchenmannes“, Anna und Emilie erzählen die Abenteuer der „Zwillinge Polly und Holly“. Julia, Mila und Leonie haben sich Traumreisen ausgedacht, Entspannungsgeschichten, die gestressten Großstädtern kleine Fluchten aus dem Alltag bieten. Arthur und Minou führen als Moderationsduo durchs Programm, andere Schülerinnen und Schüler haben mit Sandra Steinhausen Programmhefte und kleine Geschenke für die Gäste des Cafés erstellt. Mutmachsprüche und Glücksbotschaften verzieren die gebastelten Sterne, Sonnen, Glückskleeblätter und Herzen, die sie im Publikum verteilen, jeder bekommt ein kleines Stückchen Glück für daheim.

Eine Dame freut sich: „Oh, da habe ich gleich eine kleine Aufmerksamkeit zum Mitnehmen!“ Eine andere hört bei den Kindern nach, ob sie die Geschichten wirklich selbst geschrieben hätten. Einer Zuhörerin entfährt bei der Geschichte der backenden Superomi: „Ich kann auch backen!“ Und einige der Formulierungen in den Moderationen, etwa „jetzt geht’s heiter weiter mit …“ rufen das erwünschte Gelächter im Publikum hervor.

 „Ich habe Rückmeldungen erhalten, die waren sehr positiv“, berichtet Hendrina Osten hinterher, mit ihrem Team aus Ehrenamtlichen organisiert sie monatlich das Morgencafé. „Das Vorlesen der selbst verfassten Geschichten vor einem fremden Publikum hat großen Eindruck hinterlassen. Die Moderation der Kinder, die selbst gestalteten Programmhefte und Geschenke haben die Veranstaltung komplett gemacht. Eine tolle Erfahrung für alle Beteiligten!“

Als Dankeschön gibt’s Muffins (extra für die Kinder gebacken von Frau Osten) und Süßigkeiten. Und als die Koalas diese später teilen, denken sie über ihre Erfahrungen mit Menschen im Seniorenalter nach. Über Eis, das es bei den Großeltern gibt, die Oma, die sie über Jahre in der KiTa abgeholt hat, den Opa, mit dem es sich so schön Karten spielen lässt. Aber auch über die Uroma, die schon 102 ist und keine Freundinnen mehr hat, weil diese einfach nicht so alt geworden sind. Einige Kinder haben von Schmerzen im Alter gehört oder erlebt, dass Oma oder Opa traurig waren, wenn deren Lebenspartner verstorben ist. Und einige Koalas überlegen, ihren Großeltern einfach mal die eigene Geschichte vorzulesen.

Verena Bettels

De Urnenstroß op jöck

Heute waren wir mit dem ganzen Standort der Urnenstraße beim Hänneschen-Theater.

Wir sind mit der S-Bahn über die Hohenzollernbrücke zum Haupt-bahnhof gefahren. Wir sind am Rhein entlanggelaufen.
Auf dem Weg haben wir uns auch die Deutzer Brücke angeschaut.
Sie ist eine Balkenbrücke – das wissen wir, weil wir gerade im Sachunterricht das Thema Brücken haben.
Auf dem Platz vor dem Theater haben wir gefrühstückt und gespielt. Das Stück hieß Et Jeheimnis öm de Villa Schäl. Die Geschichte ging so: Der Schäl erbt eine Villa und will daraus ein Hotel machen.
Darin wohnen noch der Gärtner, der Butler und das Zimmermädchen. Aber er kann es nícht, weil HEIKAJU in der Villa sein Unwesen treibt. Das ist ein Gespenst mit einem Totenkopf als Gesicht.
Die vier Kinder Hänneschen, Röschen, Köbeschen und Bärbelchen machen sich auf den Weg, diesen Fall zu lösen.
Irgendwann haben sie herausgefunden, dass der Butler Heinrich, das Zimmermädchen Käthe und der Gärtner Jupp den HEIKAJU gespielt haben, weil sie nicht wollten, dass Schäl die Villa abreißt und ein Hotel daraus baut.
Am Ende taucht Tante Ambrosia als Geist auf und sagt zu Schäl: „Versprichst du mir, die Villa nicht abzureißen?“ Da antwortet Schäl: „Ja!“ und machte es wirklich nicht.
Am Ende haben alle Puppen mit uns Zuschauern zusammen ein Lied gesungen. Dann hat uns eine Frau gezeigt, wie das Bühnenbild auf-
gebaut ist und wie es hinter der Britz aussieht. Das ist die schwarze Wand, hinter der die Puppenspieler verschwinden.
Das war ein richtig cooler Ausflug!

Von Rosalie, Hanna und Enni aus der 3d

Hänneschen Theater / Thurner Straße

„Dort war ich am 11.03.2026. Es war wundervoll und spannend und aufregend. Es hieß

 „Et Jeheimnis öm de Villa Schäl“ von Mareike Marx und Scott Cameron. Wir fuhren mit der Bahn. Es ging darum, dass Herr Schäl eine Villa von seiner Tante geerbt hat. Röschen ist ganz aufgeregt, aber Schäl will die Villa abreißen, um ein Hotel zu bauen. Schäl fährt zur Villa. Am nächsten Morgen fährt er aber mit 100 Sachen zurück, weil er sagt er habe einen Geist gesehen! Dem gehen Hänneschen, Bärbelchen, Köbeschen und Röschen auf den Grund. Sie gehen zu einer Hütte in der Nähe der Villa. Sie treffen einen Bauern, der sagt, dass der Geist Haikaju heißt. Als es dunkel wird, treffen sie ihn. Als er weg ist, gehen sie zur Villa. Währenddessen singen in der Villa drei Angestellte „Jespenster“ von Lupo. Als die Kinder in der Villa sind, teilen sie sich auf. Nach einiger Zeit finden Bärbelchen und Röschen Nebelwasser. Hänneschen und Köbeschen finden etwas, was die Stimme gruselig klingen lässt. Am Ende finden sie heraus, dass die drei Angestellten Haikaju sind und Schäl sagt, dass er die Villa stehen lasse. „

Minou, 4b

Das ist das Gespenst Jakaju. Das Gespenst war super cool!
Fabio, 1a

Für mich war das Puppentheater schön. Am besten fand ich den „Schäl“. Schäl“ fand ich sehr lustig und ich fand das Gespenst sehr hässlich, aber auch sehr gut und sehr lustig. Die Villa war sehr schön.
Adam, 1a

Der Ausflug war für mich gut, weil das Theater so gut war.
Paul, 1a

Greta, 1a

Linja, 1a

Besondere Vorleseaktion zweier Patenklassen: Zebras (4d) lesen den Tigern (2d) vor 

Eine besondere Vorleseaktion sorgte kürzlich für eine ganz besondere Atmosphäre an unserer Schule: Die Patenklassen, die Zebras (4d) und die Tiger (2d), trafen sich in der großen Turnhalle zu einer gemütlichen Lesestunde.

Wochen zuvor war die Enttäuschung groß, dass der Vorlesetag an der Urnenstraße aufgrund widriger Umstände ausfallen musste. Besonders viele ältere Kinder waren traurig, da sie sich neben den vielen Erwachsenen als Vorleser:innen angeboten und extra viel geübt hatten. Doch dann hatten sie die rettende Idee: Sie wollten ihren Patenkindern, den Tigern, vorlesen. 

Gedacht, gesagt, getan:

Die Zebras hatten sich wieder toll vorbereitet. Sie suchten die Vorlesebücher aus, übten immer wieder den guten Lesevortrag, suchten nach zusätzlichen Aktionen und Mitbringseln, gestalteten die riesige Turnhalle mit Matratzen, Decken und Trennbänken zu vier wunderbaren Vorleseecken um.  

Endlich war es dann soweit. Jeweils drei ältere Kinder lasen aus einem spannenden Buch etwa acht jüngeren Zuhörer:innen vor. Die Tigerkinder durften es sich mit mitgebrachten Decken, Kissen und Kuscheltieren auf großen Hallenmatratzen bequem machen. Sie konnten entweder still zuhören oder währenddessen malen. Dafür hatten die Zebrakinder teilweise sogar extra passende Malvorlagen vorbereitet.

Wo sonst lautes Toben, Spiele und Sportunterricht den Raum füllen, herrschte diesmal eine ganz besondere Stimmung: Stille, konzentrierte Aufmerksamkeit, gespannte Gesichter und viel Freude am gemeinsamen Erleben der Geschichte.

Manche Tigerkinder erhielten sogar kleine, zum Buch passende Geschenke – zum Beispiel funkelnde Edelsteine –, die die Vorlesestunde noch unvergesslicher machten.

Als Dankeschön bastelten die Tigerkinder für ihre Vorlesepaten liebevoll gestaltete Lesezeichen und Postkarten.

Diese Vorleseaktion zeigte eindrucksvoll, wie schön es ist, wenn ältere und jüngere Kinder Verantwortung füreinander übernehmen, gemeinsam lesen und Zeit miteinander verbringen. Ein gelungenes Beispiel für gelebte Gemeinschaft an unserer Schule!

Die Froschklasse (1b) feiert ihren 100. Schultag

Seit unserer Einschulung zählen wir unsere Schultage. Die Anzahl der Schultage wird immer im Morgenkreis genannt. So behalten wir den Überblick und sehen, wie die Zahl Tag für Tag wächst.

Zum Zählen nutzen wir unsere „Mathe-Geheimschrift“. Für jeden Schultag malen wir einen Punkt an die Tafel. Haben wir 10 Punkte gesammelt, tauschen wir sie gegen einen Strich ein. Dieser Strich steht für eine 10er-Stange. So üben wir das Bündeln von Zehnern.

Am 23. Februar 2026 war es endlich so weit. Wir hatten 10 Zehner-Stangen gesammelt. Diese wandelten wir gemeinsam in eine Hunderter-Platte um. So konnten wir unsere 100 sichtbar machen.

Zusätzlich hat uns unsere Lehrerin mit großen Zahlen-Luftballons in Form einer 100 überrascht. Danach startete unsere „Frosch-Super-Challenge“.

Wir haben:

  • 100 Wörter geschrieben
  • 100 Matheaufgaben gerechnet
  • 100 Herzen angemalt
  • 100 Bilder gemalt

Wir haben dabei als Klasse zusammengearbeitet und alle Aufgaben gemeinsam als Team gemeistert. Darauf sind wir sehr stolz.

Natürlich zählen wir fleißig weiter und sind gespannt, wann wir unseren 200. Schultag erreicht haben.