Wir sind mit der Bahn ins Museum Ludwig gefahren. Dort haben wir uns eine Ausstellung von fünf Freunden angeschaut. Es gab eiben Komponisten, einen Tänzer und drei Maler. Am Ende der Ausstellung war eine acht Meter mal acht Meter große Tanzfläche. Da haben wir Zettel bekommen wo draufstand, wie lange wir auf der Bühne sein sollen und was wir machen sollten. Es gab verschiedene Aufgaben, zum Beispiel ein Instrument spielen, tanzen, eine Zeitung zerreißen und vieles mehr. Wir haben insgesamt drei Aufführungen gemacht. Das hat großen Spaß gemacht. Dann sind wir wieder in die Schule gefahren.
Dieses Jahr wollten Frau Vogel und Schäfer mit uns eine Schafslaterne basteln.
Vor den Herbstferien haben wir angefangen und die vier Beine gemacht, indem wir aus schwarzen Tonpapierstreifen Hexentreppen gefaltet haben. Außerdem haben wir das Gesicht mit einer Schablone auf schwarzen Tonkarton gezeichnet und ausgeschnitten. Dann haben wir zwei große Wackelaugen sowie Nase und Ohren aus rosa Tonpapier aufgeklebt. Mit einem weißen Buntstift haben wir einen Mund aufgezeichnet. Nach den Herbstferien kam die große Kleisteraktion: Jeder hat einen aufgepusteten Luftballon bekommen und dann haben wir ihn mit den Händen voller Kleister gemacht. Darauf wurde eine Schicht weißes Transparentpapier geklebt. Und so haben wir nacheinander vier Schichten Papier aufgetragen. Dann musste der Ballon über Nacht trocknen. Am nächsten Tag wurde der Luftballon zerstochen. Er hat sich mit ganz lustigen Geräuschen von der festen Tonpapier-Schicht gelöst. Dann bekam unser Schaf seine „Wolle“: erst wurde der Körper wieder eingekleistert, dann haben wir Watte in einer dünnen Schicht darauf geklebt. Das war eine ganz schön klebrige Angelegenheit, denn oft klebte die Watte an den Händen anstatt auf dem Schafskörper! Aber wie man auf dem einen Foto sieht, hat jeder es geschafft. Nun wurden die Laternenbügel am Körper befestigt und dann die vier Beine und das Gesicht mit Heißklebepistole an das Schaf geklebt – fertig waren unsere Laternen!
Wir haben sehr gelacht, denn sie sahen ein bisschen aus wie Shaun das Schaf.
Beim Martinszug konnte man unsere Laternen richtig gut leuchten sehen und wir waren echt stolz!
13.11.2025. Als sich die gut 400 Schülerinnen und Schüler der KGS Dellbrück auf dem Schulhof des Standortes Urnenstraße treffen, sich mit ihren Klassen aufstellen, die Laternen an den Stäben hin- und herbaumeln lassen, wärmt sich Sankt Martina bereits auf. Auf dem Hof der benachbarten Rettungswache reitet sie ihr Pferd ein, einen Friesen, dessen schwarzes Fell so sehr glänzt, dass später das Licht der Straßenlampen darin reflektiert wie winzig kleine Sterne am Nachthimmel.
Sankt Martina heißt eigentlich Christina Müller oder „Frau Müller!“, wie die Kinder sie rufen, als sie die Referendarin im Kostüm des Heiligen Sankt Martin erkennen. Und während die Reiterin ihr Pferd erwärmt, begrüßt die stellvertretende Schulleiterin Saskia Engels auf dem Schulhof nebenan schon einmal die Kinder und Eltern, die Lehrkräfte und Ganztagsmitarbeitenden, die Sankt Josephsbläser und Rafael Reich mit seiner Band, die Einsatzkräfte der Malteser und der Polizei, die Hausmeister, eben alle, die dazu beitragen, dass die KGS ihren Martinszug als einen Höhepunkt im Schuljahr feiern kann.
Und der ist es wohl auch für viele in der Nachbarschaft. Von der Urnenstraße über den Grafenmühlenweg, die Kemperbach-, Dellbrücker Haupt-, Thurner und Rommerscheider Straße bis zum Ascheplatz am Standort Thurner Straße führt der Zugweg. Und in vielen Fenstern an der Strecke leuchten Lichter der Anwohnerinnen und Anwohner, manche haben eigene Martinslaternen in die Fenster gehängt, in einem Vorgarten strahlt eine Martinsgans. Und am Rande des Zugwegs stehen die Familien und Freunde und winken ihren Kindern zu, die ihre Füchse und Eiswaffeln, Olchis und Eulen, Domfenster und Schafe und so viele Laternen mehr tragen.
Die Kapellen spielen die Klassiker von „Dä hellije Zinter Mätes“ über „Durch die Straßen“ bis zu „Abends, wenn es dunkel wird“. Dazu singen die Kinder zur Begrüßung auf dem Schulhof der Urnenstraße und auch später am Martinsfeuer an der Thurner Straße „Sankt Martin ritt durch Schnee und Wind“ und „Hejo, guter alter Mond“. Die Lieder der Lichterkinder hatten sie in ihren Klassen geübt, teils auch am Vormittag noch, als es in der Frühstückspause frische Weckmänner dazu gab.
Liebevolle Buffets richten die Eltern dann an den Tischen der Klassen ihrer Kinder auf dem Schulhof an der Thurner Straße ein. Dekoriert mit Lichterketten und Lämpchen, Speisen und Getränken. Ein Treffpunkt für alle, als die Kinder vom Martinsfeuer zurückkehren, das die Kräfte der Jugendfeuerwehr Strunden bewachen.
Und an dem Sankt Martina noch eine Runde gedreht hatte. „Was hast du denn da auf dem Kopf, Frau Müller?“, möchte ein Erstklässler wissen, als er sie entdeckt. „Ist das ein Besen?“ Die angehende Lehrerin lächelt, setzt ihren römischen Cassis mit dem roten Helmbusch ab und lässt die Kinder fühlen. „Damit könnte man ja fegen!“, ruft eins überrascht aus. „Ja, ganz schön fest, oder?“, bestätigt Sankt Martina. Und zieht weiter. Die nächsten Fragen warten schon auf sie.